1. Leadership is action not position

Viele Menschen verbinden mit Führung eine Führungsposition in einem Wirtschaftsunternehmen. Jemand mit dem Auftrag andere Menschen zu führen. Unser Führungsverständnis geht weiter, sowohl von der Rolle, als auch vom Kontext.

Führung kann jeder Mensch unabhängig der Rolle oder Position übernehmen. Führung ist für uns Aktion und nicht eine Rolle oder Position. Ob ich Führung in einer Situation übernehme, liegt daran, ob ich für die Situation kompetent bin. Mancher denkt vielleicht, dass jemand kompetent ist, aber ihm/ihr fehlt das „Standing“. Und auch das ist eine Kompetenz, dies wahrzunehmen. Kommen die richtigen sozialen und fachlichen Fähigkeiten in einer Situation zusammen, so übernimmt jemand Führung, unabhängig von der Position.

Ebenso ist Führung für uns nicht auf den Kontext in einem Wirtschaftsunternehmen beschränkt. Sowohl in der Familie, in Interaktionen mit Fremden und auch in anderen Organisationsformen, entsteht Führung. Wie führe ich meine Eltern und Kinder und wie präge ich durch meine Art zu sein unsere familiäre Kultur des Miteinanders?

2. Drei Ebenen von Führung

Wir integrieren in unserer Arbeit die drei Ebenen der Führung Ich, Du und Wir. Damit beziehen wir uns auf Selbstführung (Ich), Teamführung (Du) und Verantwortung für globale Themen (Wir).

Selbstführung – das eigene Leben gestalten

Wie führe ich mich selbst im Leben? Wohin will ich mich überhaupt führen? Und wie komme ich dahin? Was triggert mich? Was regt mich auf? Was kann ich sehr gut? Wie lerne ich? Diese und viele andere Fragen beinhaltet das Themenfeld „Ich“ (Selbstführung). Das Thema Führung fängt ganz aktiv bei uns selbst an.

Teamführung – menschliche Interaktionen

Auf der Ebene “Du” beschränken wir uns nicht nur auf die Teamführung, wir erweitern es auf jede Form der menschlichen Interaktion. Sobald zwei Menschen zusammen kommen, entsteht eine Form von Führung, entsteht eine Kultur. Dabei ist „Du“ wieder auf keinen Kontext beschränkt. Wie kommuniziere ich mit wem? Was reizt mich an anderen Personen? Wie gehen wir damit um? Wie arbeiten wir zusammen? Wie sehr sehe ich den anderen? Wie empathisch mit ich mit anderen Menschen? Das kann sich auf eine Ehe beziehen oder ein Team in einem Unternehmen.

Gesellschaftliches Führungsverständnis – Verantwortung für globale Themen

Die Ebene „Wir“ (globale Verantwortung) geht der Frage nach, wie führen wir uns als Menschheit? Die Summe der Menschen ist so groß, das diese Frage uns häufig überfordert. Wir können sie ebenso kleiner denken: Wie führen wir uns als Land oder als multinationaler Konzern mit einigen tausend Mitarbeitern? Diese Ebene klar zu fassen, ist immer noch sehr abstrakt für viele. Hier spielen Strukturen nur eine Rolle von vielen. Strukturen können sich ändern, von der Monarchie zur Demokratie zur Diktatur und zurück zur Demokratie und zu jeder Art von Mischformen. Es geht hier um eine größere Frage. Dieses Feld ist wenig erforscht und auch für uns das Themenfeld, in dem wir noch auf der größten Forschungsreise sind.

Klar ist hingegen, dass alle drei Ebenen der Führung sich gegenseitig bedingen. Was ich persönlich für eine Weltsicht (Ich-Ebene) habe, beeinflusst fundamental, wie ich mit anderen Menschen umgehe (Du-Ebene) und auf die Gesamtheit gedacht formen viele individuelle Weltsichten oder manchmal sogar eine einzige die Art, wie wir als gesamte Menschheit miteinander umgehen (Wir-Ebene).

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